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Extroversionen Regionen und Regenten des Körpers in der deutsch- und ungarischsprachigen Moderne Workshop des Projektes Wissenschaftsbilder, Regionalität, kulturelle Techniken in der Kultur der Jahrhundertwende und der Zwischenkriegszeit Mátrafüred, 17.-19. Mai 2007 Das zunehmende kulturwissenschaftliche Interesse für die Variabilität und Spektakularität, insgesamt für die konkurrierenden Formen der Selbstdarstellung zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und für die Konsequenzen deren Auflösung lenkt die Aufmerksamkeit vermehrt auf die Binnendifferenzierung der Symbolisierung, d.h. auf das Wechselspiel von individuellen, gruppenspezifischen und staatlichen Repräsentationen. Das Ineinandergreifen, die eigentliche Interdiskursivität dieser symbolischen Prozesse wurde zumeist am Rande behandelt, der Problemkreis wartet jedoch der Hypothese des geplanten Workshops zufolge mit Erkenntnissen auf, die das sog. „Eigentliche“ in einen öffentlichen Raum stellend Rückschlüsse auf die Selbstdefinition der einzelnen Medien, Ethnien, Regionen und kulturellen Techniken erlauben könnten. Die Frage nach der Substantialität sollte in einem nächsten Schritt um Beispiele aus der Zwischenkriegszeit und aus Deutschland erweitert werden, um komplementären und oppositionellen Darstellungsformen auf die Spur zu kommen bzw. anhand einer zeitlich und räumlich verschobenen Außenperspektive die Vereinfachungen einer vertrackten Selbstpräsentation untersuchen zu können. Das Projekt, in dessen Rahmen der Workshop durchgeführt wird, versucht die hauptsächlich monomedial ausgerichteten Mediengeschichtsschreibungen des Zeitraums 1867-1939 in einem sozialgeschichtlichen Kontext zu verorten und die einzelnen medialen Phänomene auf ihre Situativität hin zu befragen. In diesem Sinne fungiert der Workshop als erstes breites Diskussionsforum der bisherigen Untersuchungen, die den Wissenstransfer in der Zwischenkriegszeit und dessen publizistische, vorrangig feuilletonistische Erscheinungsweise sowie die Knotenjahre an der „Halbperipherie“ der Zeitgeschichte unter den Aspekten der Massenunterhaltung (Tanz und Operette), der Phantastik und des Ausstellungswesens zum Thema hatten. Die zentralen Problemstellungen des Workshops lassen sich um folgende Schwerpunkte gruppieren:
Die Dramaturgie des Workshops beruht auf acht Hauptreferaten (35-40 Min., zu jedem Themenkreis jeweils zwei Vortragende) mit Respondenz (10 Min.). Als Ergebnis des Workshops soll bis Ende 2007 ein Studienband vorliegen, darum werden alle TeilnehmerInnen und DiskutantInnen eingeladen, bis Mitte April die Rohfassung ihres Beitrags den OrganisatorInnen zukommen zu lassen, die zugleich als Grundlage der Diskussionen fungieren werden. Diese werden auf dieser Website für die TeilnehmerInnen zugänglich gemacht. |
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